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Leben als Expat in Thailand – seit 2003 zwischen Tauchen, Reisen und Khao Lak

Aktualisiert: 17. Juli

Wie ist es, als Expat im Ausland zu leben?

Viele Menschen träumen davon, nach Thailand auszuwandern oder als Expat im Ausland zu leben. Palmen, Sonne, Meer und ein entspannter Lebensstil – so stellen sich viele das Leben fernab der Heimat vor.

Die Realität sieht allerdings etwas differenzierter aus.


Gleich vorweg: Auch im Ausland wächst das Geld nicht auf Bäumen. Rechnungen möchten bezahlt werden und auch als Expat musst du täglich arbeiten, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Dennoch gibt es viele Dinge, die ich nach über 22 Jahren im Ausland keinesfalls missen möchte: Abenteuer, neue Kulturen, faszinierende Begegnungen und das Gefühl, immer wieder Neuland zu entdecken.


Mein Start als Expat im Ausland


Mit zwei Koffern, Lampenfieber, einer Tauchermaske und rund 1.000 Euro Startkapital begann 2003 mein Abenteuer auf Lanzarote.

Aus ursprünglich geplanten sechs Monaten für meine Divemaster-Ausbildung wurden deutlich mehr.

Damals war ich überrascht, wie wenig Geld man tatsächlich zum Leben benötigt. Die Tauchbasis stellte uns eine Staff-WG zur Verfügung, gearbeitet wurde oft zehn Stunden am Tag.

Abends saßen wir gemeinsam zusammen, erzählten uns die Highlights des Tages und lernten für die nächsten Tauchprüfungen.

Anschließend fiel man todmüde ins Bett.

Viel Zeit oder Gelegenheit, Geld auszugeben, gab es ohnehin kaum. 😄


Heimweh und eine neue Heimat


Natürlich hatte ich anfangs Heimweh.

Doch je länger ich im Ausland lebte, desto mehr veränderte sich mein Heimatgefühl.

Heimat war plötzlich nicht mehr nur ein Ort in Deutschland, sondern überall dort, wo ich mich wohlfühlte und Menschen um mich hatte, die mir wichtig waren.

Als Tauchlehrer waren die Tage oft lang und körperlich anstrengend. Nach einem Arbeitstag fielen wir meist bereits gegen 22 Uhr erschöpft ins Bett, um am nächsten Morgen wieder Gäste glücklich zu machen.

Und wenn wir einmal frei hatten?

Dann trafen wir uns sonntags in der berühmten Taberna del Norte auf Lanzarote zum Dartspielen und auf ein wohlverdientes „Dekobier".


Der Sprung nach Ägypten


2005 kaufte ich mir nach zwei Jahren Tauchlehrer-Erfahrung ein One-Way-Ticket nach Sharm el Sheikh.


Warum?

Weil ich das Rote Meer kennenlernen wollte.

Rückblickend war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Als Tauchlehrer bist du nicht nur Ausbilder. Du bist gleichzeitig Handwerker, Organisator, Psychologe, Problemlöser und Entertainer.

Die fünf Jahre in Ägypten zeigten mir eindrucksvoll, wie abwechslungsreich und anspruchsvoll das Leben und Arbeiten im Ausland sein kann.

Der größte Lohn waren dabei nicht die finanziellen Einnahmen, sondern die vielen glücklichen Gäste und unvergesslichen Begegnungen.

Durch die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten konnte ich dennoch jeden Monat etwas Geld zurücklegen.

Nach mehr als 2.000 Tauchgängen war es schließlich Zeit für ein neues Kapitel:

Thailand.

Genauer gesagt: Khao Lak.


Vom Tauchlehrer zur Tourismusbranche in Thailand


Tauchlehrer gehört zu den wenigen Berufen, die nahezu weltweit ausgeübt werden können – überall dort, wo es Wasser gibt.

Nach einem Zwischenfall unter Wasser wechselte ich zwischen 2011 und 2015 zunehmend ins Büro und organisierte den täglichen Tauchbetrieb.

Drei Boote mit jeweils 20 bis 25 Tauchern pro Tag zu koordinieren, war eine spannende Herausforderung.

2015 wollte ich eine persönliche Angst überwinden und arbeitete für neun Monate auf den Malediven.

Mit neuen Erfahrungen und gestärktem Selbstvertrauen kehrte ich 2016 nach Khao Lak zurück.

Es folgten weitere Jahre in der Tourismusbranche, bevor ich mir 2023 einen weiteren Traum erfüllte und für 15 Monate als Reiseleiter für einen namhaften Reiseveranstalter tätig war.


Mein Leben heute in Khao Lak


Heute lebe ich gemeinsam mit meiner Familie in Khao Lak im Süden Thailands.

Ich berate Gäste, die die Region entdecken möchten – sei es beim Tauchen, beim Inselhopping oder bei individuellen Ausflügen.

Nach 16 Jahren in Khao Lak kenne ich viele Ecken der Region persönlich und teile meine Erfahrungen gerne mit meinen Gästen.

Übrigens zählen die Surin-Inseln für mich zu den schönsten Schnorchelgebieten in ganz Thailand.

Für Naturfreunde sind sie ein absolutes Highlight.

Die Inseln sind jedes Jahr vom 15. Oktober bis zum 15. Mai geöffnet.


Mein Fazit zum Leben als Expat


Das Leben als Expat in Thailand ist nicht immer einfach.

Es bedeutet Verantwortung, Anpassungsfähigkeit und harte Arbeit.

Doch gleichzeitig schenkt es unvergessliche Erlebnisse, neue Perspektiven und Begegnungen mit Menschen aus aller Welt.

Für mich persönlich war der Schritt ins Ausland eine der besten Entscheidungen meines Lebens.


Häufig gestellte Fragen zum Leben als Expat in Thailand (FAQ)


Wie lange lebst du bereits im Ausland?

Ich lebe und arbeite seit 2003 im Ausland und habe unter anderem auf Lanzarote, in Ägypten, auf den Malediven und in Thailand gelebt.


Seit wann lebst du in Khao Lak?

Ich lebe seit 2010 überwiegend in Khao Lak und arbeite dort in der Tourismusbranche.


Ist das Leben in Thailand günstiger als in Deutschland?

Das hängt stark vom persönlichen Lebensstil ab. Grundsätzlich sind viele Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland, dennoch müssen auch in Thailand Miete, Versicherungen und alltägliche Ausgaben bezahlt werden.


Vermisst du Deutschland manchmal?

Natürlich gibt es Momente, in denen man Familie, Freunde oder bestimmte Dinge aus Deutschland vermisst. Mit der Zeit entsteht jedoch oft ein neues Heimatgefühl im Ausland.


Kann jeder nach Thailand auswandern?

Grundsätzlich ja. Allerdings sollte man sich vor einer Auswanderung intensiv mit Visa, Finanzen, Krankenversicherung und den beruflichen Möglichkeiten beschäftigen.


Was gefällt dir am Leben in Thailand besonders?

Besonders schätze ich die Natur, das Klima, die Gastfreundschaft der Menschen und die kulturelle Vielfalt.


Herzliche Grüße

Stephan


Taucher in Neoprenanzügen mit Flaschen vor weißem Van; palmengesäumter Parkplatz, Text VDST BASIS, Vorbereitungsstimmung
August 1993 kurz vor meinem 1. Freiwassertauchgang in Fuerteventura (Jandia Playa)

Kleines Geheimnis: Wir lassen uns bei manchen Artikeln von moderner KI inspirieren - aber jede Zeile geht nochmal durch unsere Hände, bevor sie hier erscheint.

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