Tauchen in der Andamanensee 2026
- Stephan Werner

- vor 19 Stunden
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Stunden
Tagesausflug oder Liveaboard: Was lohnt sich wirklich ?

Es gibt Tauchreviere, die sind "Ok". Und es gibt Tauchreviere, die etwas bei dir verändern können. Die Andamanensee gehört für viele Taucher zur zweiten Kategorie. Wer hier taucht, merkt schnell: Das ist mehr als einfach nur Aquarium, mehr als nur Postkartenidyll.
Das hier ist das offenes Meer, Respekt, Bewegung, Tiefe. Und gerade deshalb ist das Tauchen hier so gut.
Wenn du dieses Tauchrevier ernsthaft erleben möchtest, stellt sich fast immer eine wichtige Frage: Reichen Tagesausflüge oder ist ein Liveaboard die bessere Wahl. Viele entscheiden aus dem Bauch heraus. Dabei ist es wie beim Tauchen selbst: Wer sauber plant, taucht entspannter und am Ende sogar günstiger.
In diesem Artikel bekommst du klare Orientierung. Du erfährst, welche Gebiete sich lohnen, was dich dort erwartet und wie du deine Tagestour und Tauchsafari planst. Das alles mit einer Prise direkter Erfahrung aus dem Wasser. 😀
Hier findest du einen weiteren Blogartikel von mir rund ums Tauchen.
Warum die Andamanensee besonders ist
Geografisch liegt dieses Tauchrevier am östlichen Indischen Ozean. Im Vergleich zum Golf von Thailand spielt das offene Meer hier eine größere Rolle: Strömungen bringen Nährstoffe und das zieht Leben an. Das Ergebnis sind oft dichtere Fischschwärme, und intakte Korallenlandschaften. Nicht zu vergessen eine spannende Topografie bestehend aus Granitfelsen, Steilwänden sowie Riffen und an guten Tagen Begegnungen, die du nie vergisst.
Typisch für das Tauchen hier sind:
sehr unterschiedliche Tauchplätze, von entspannt bis anspruchsvoll
gute Sichtweiten (vor allem in der Hauptsaison)
Strömung, die Planung und Erfahrung belohnt
und eine echte Mischung aus Makro, Großfisch und Wracks
Das ist der Grund, warum viele Thailand Fans irgendwann sagen: Wenn ich nochmal tauchen möchte, dann auf jeden Fall hier.
Die besten Tauchgebiete in der Andamanensee
Richelieu Rock, Koh Tachai & Koh Bon – nördliche Highlights mit Weltklasse Ruf
Richelieu Rock gilt für viele Taucher als "die" Referenz im Norden der Andamanensee. Der hufeisenförmige Tauchplatz liegt offen im Meer, ist häufiger strömungsreich und nahezu immer fischreich. Dichte Schwarmfische, farbenreiche Weichkorallen und oftmals wechselnde Situationen sorgen dafür, dass unter Wasser gefühlt alle paar Minuten etwas passiert. Walhai Begegnungen sind möglich, aber nie garantiert. Die besondere Stärke des Richelieu Rock liegt in der außergewöhnlichen Gesamtdichte an Leben.

Koh Tachai Pinnacle beginnt bei etwa 12 Metern Tiefe und fällt im Aussenbereich auf 30-40 Meter Tiefe ab. Der Tauchplatz ist bekannt für teils stärkere Strömung, Gorgonien und viel Fisch. Makrelenschwärme, Fledermausfische oder Barakudas sind regelmäßig zu sehen, mit etwas Glück auch Mantas. Koh Tachai ist ein Tauchgang für alle, die Dynamik mögen und sich in strömungsreicheren Bedingungen wohlfühlen.
Koh Bon ergänzt das "nördliche Trio". Die Steilwand und besonders die West Ridge zählen zu den bekanntesten Großfisch Hotspots der Region. Vor allem ab ca. Dezember bestehen realistische Chancen auf Mantas, vereinzelt auch auf Walhaie. Wie überall gilt: nichts ist garantiert, doch die Voraussetzungen dafür sind recht gut.
Similan Inseln: Eine Mischung aus Seychellen und Malediven
Die Similan Inseln sind der berühmte Klassiker Thailands schlechthin. Was sie so besonders macht, ist ihre Topografie. Riesige Granitblöcke wirken über wie unter Wasser wie Bauwerke. Sie sind geprägt mit Swim throughs, Überhängen und Korallenblöcken. Dazu herrscht oft super Sicht und eine Weite, in der man gerne einen Moment länger in der Tiefe austariert stehen bleiben möchte.
Beliebte Spots sind unter anderem:
Koh Bon: wegen der Chance auf Mantas, toller Steilwand und Fisch
Koh Tachai: bekannt für Strömung, Fischreichtum und eine interessante Unterwassertopographie
Bonsoong Wrack: ein alter Zinnbagger auf ca. 20 Meter. Wird auch liebevoll "altes Eisen unter Wasser" genannt. Fischsuppe ohne Ende und toller Makro Spot.

Tauchen an den Similans kann entspannt sein, aber auch fordern. Wer die Westseiten taucht, sollte fit sein, sauber tarieren und mit Strömung umgehen können.
Khao Lak: Lokale Spots, Wracks und das Unterwassermuseum Tor 13 - unterschätzt und richtig gut
Viele schauen nur auf die Inseln. Dabei liegen direkt vor Khao Lak Tauchplätze, die gerade für Taucher spannend sind, die gern bereits ca. 14:30 Uhr wieder zurück sein möchten. Das sind nicht immer die Instagram Motive, aber oft die Tauchgänge, über die man abends am längsten spricht.😀
Der ca. 1 Jahr vor dem Tsunami versenkte Zinnbagger "Bonsoong Wrack" wartet mit überraschend viel Leben auf dich.
Beginnerfreundliche Riffe wie das Khao Na Yak Riff sind super, wenn man entspannt tauchen will.
Kurz noch ein Wort zu den Wracks: Verwachsen und teilweise zerfallen bieten sie perfekte Lebensräume. Genau das macht sie so attraktiv.
Der Süden: Phi Phi Inseln, King Cruiser Wrack und Racha Yai
Im Süden, südlich und östlich von Phuket, findest du weitere abwechslungsreiche Tauchgebiete. Im Gegensatz zu den Similans sind diese Spots nahezu ganzjährig betauchbar und daher flexibler in der Planung.
Die Phi Phi Inseln bieten spektakuläre Unterwasserlandschaften mit Korallengärten, kleinen Steilwänden und Fischleben. Die Kombination aus Karstberg-Topografie und wechselnden Bedingungen macht Phi Phi sowohl für erfahrene Taucher als auch für ambitionierte Einsteiger interessant. Hier werden auch immer wieder Schwarzspitzenriffhaie gesichtet.
An Koh Dok Mai erwartet dich Tauchen an einer Steilwand mit guter Chance auf Makro. Während das King Cruiser Wreck ein völlig anderes Erlebnis bietet: ein Wrack mit viel Leben, ideal für Taucher mit Erfahrung in Wracks, Strömungen und Tiefen bis zu ca. 30 Meter.
Racha Yai gilt als ruhiger Spot. Die Insel wird häufig für Ausbildungstauchgänge genutzt, eignet sich aber ebenso für entspannte Tauchgänge mit guter Sicht und einfacheren Bedingungen.

Tagesausflug oder Liveaboard, was passt wirklich zu dir
Tagesausflüge, das Abenteuer in kompakter Form
Tagesausflüge sind perfekt, wenn du flexibel bleiben willst, nur wenige Tage Zeit hast oder erstmal ins Revier reinschnuppern möchtest. Du wachst im Hotel auf, fährst raus, tauchst, kommst zurück und gehst abends wieder an Land essen. Für viele ist das Urlaub pur.
Vorteile:
kein Umziehen, kein Koffer packen
du bleibst im gewohnten Rhythmus
ideal für Einsteiger und für alle, die nur ein paar Tauchgänge machen möchten
Nachteile:
zum Teil lange Anfahrtszeiten
pro Tag weniger Tauchgänge
Kosten pro Tauchgang sind oft höher
Und genau hier kommt der entscheidende Vergleich
Kosten und Nutzen, warum Liveaboards für Vieltaucher oft günstiger sind
Ein Liveaboard wirkt auf den ersten Blick teurer. Man sieht den Gesamtpreis und denkt: Uff. Das ist völlig normal. Der Trick ist, nicht auf den Gesamtpreis zu schauen, sondern auf das, was du dafür bekommst.
Stell dir zwei Szenarien vor:
Szenario A: Tagesausflüge
Du machst in einer Woche mehrere Tagestrips. Jeder Tagestrip enthält meistens zwei Tauchgänge, manchmal drei. Dazu kommen Transfers, lange Bootsfahrten, Essen an Bord. Es ist bequem, aber du bezahlst diese Logistik jedes Mal neu. Außerdem bezahlst du dein Hotel jeden Tag weiter, auch an Tagen, an denen du morgens raus und abends müde zurück kommst.
Szenario B: Liveaboard
Du bist drei bis fünf Tage auf dem Boot und machst typischerweise drei bis vier Tauchgänge pro Tag, abhängig von Route und Wetter. Du schläfst direkt im Tauchgebiet oer nah dran. Du hast kurze Wege, du bist früh vor Ort. Oft bevor Tagesboote ankommen. Du bezahlst nicht jedes Mal die gleiche Anfahrt, sondern bündelst alles.
Die Rechnung ist simpel: Je mehr du tauchst, desto günstiger wird meistens der einzelne Tauchgang auf dem Liveaboard.
Der Hotel Trick für Viel Taucher
Wenn du eh mehrere Tage am Stück tauchst, kannst du:
im Hotel aus checken
für drei bis fünf Tage auf das Boot gehen
danach wieder einchecken oder direkt weiterreisen
Damit sparst du Hotelnächte, ohne auf Komfort zu verzichten. Viele "Viel Taucher" machen genau das, weil es finanziell Sinn ergibt und weil es den Tauchflow verbessert. Du bist raus aus dem täglichen Transfer Stress. Du tauchst, isst, schläfst und wiederholst. Genau so kommt man in dieses Gefühl, wirklich im Meer zu sein, nicht nur Besucher.
Interner Link Tipp: Zum Liveaboard Angebot
Typische Planungsfehler, die dir unnötig Geld und gute Tauchgänge kosten
Die Andamanensee verzeiht viel, aber sie belohnt Vorbereitung. Hier sind die häufigsten Fehler, die ich immer wieder sehe. Wenn du sie vermeidest, wird dein Urlaub besser, sicherer und oft günstiger.
Fehler 1: Liveaboard zu kurz buchen
Zwei Tage klingen gut, sind aber oft verschenkt. Du brauchst einen Tag, um reinzukommen. Ab Tag zwei läuft es rund. Ab Tag drei fängt es an, richtig intensiv zu werden. Wer kann, bucht lieber etwas länger oder kombiniert Tagesausflüge mit einer flexiblen Übernachtungsoption. Statt alles in "Mini Häppchen" zu pressen.
Fehler 2: falsches Erfahrungslevel ansetzen
Manche Spots sind entspannt, andere sind strömungsreich, tief oder beides. Wer frisch zertifiziert ist, hat trotzdem fantastische Optionen, nur eben andere als jemand mit hundert Tauchgängen. Gute Planung heißt nicht, alles zu machen, sondern das Richtige zu machen. Das schützt Nerven, Luftverbrauch und am Ende auch die Sicherheit.
Fehler 3: nur nach dem berühmtesten Namen buchen
Richelieu Rock z.b. klingt spektakulär, und ist es auch. Aber lokale Tauchplätze, Wracks oder die Similans können mindestens genauso gut sein, manchmal sogar besser, weil sie weniger überlaufen sind oder weil sie wettertechnisch oftmals einfacher funktionieren. Wer nur die großen Namen jagt, lässt oft die echten Überraschungen liegen.
Fehler 4: keine Puffer Tage einplanen
Wetter, See, Strömung. Alles kann passen, aber manchmal eben nicht. Wer jeden Tag komplett voll bucht, kommt in Stress, wenn ein Trip verschoben wird. Besser ist, ein oder zwei Tage Luft zu lassen, gerade wenn du unbedingt einen bestimmten Spot willst.
Fehler 5: Flüge und Tauchen zu eng takten
Der Klassiker: Am letzten Tag nochmal tauchen und am nächsten Morgen fliegen. Das kann schlecht ausgehen. Genug Zeit zum Entsättigen vor dem Flug ist Pflicht. Wer das ignoriert, riskiert Gesundheit wegen einens Tauchganges, der es nicht wert ist.
Welche Variante ist die beste, eine schnelle Orientierung
Du willst flexibel bleiben, nur ein paar Tauchgänge machen, oder hast deine Nicht tauchende Familie dabei, dann Tagesausflüge
Du willst intensiv tauchen, viele Tauchgänge erleben, Liveaboard
Du willst beides, kombiniere: erst Tagesausflüge, dann Liveaboard oder anders herum

Beste Reisezeit zum Tauchen in der Andamanensee
Die Hauptsaison liegt grob zwischen November und April. Ruhigere See, stabilere Wetterlagen, oft gute Sicht. In den Übergangszeiten ist weniger los, das kann sehr angenehm sein, aber es braucht auch mehr Flexibilität. Aufgewühlte See und anstrengendere äussere Bedingungen sollten nicht unterschätzt werden.
Wenn du das Tauchen in der Andamanensee sinnvoll planen möchtest, mit den passenden Spots für dein Level und der besten Mischung aus Tagesausflug und/oder Liveaboard, helfe ich dir gerne dabei. Persönlich, ehrlich und mit Erfahrung.
Für wen sich ein Liveaboard nicht lohnt
So großartig Liveaboards auch sind – sie sind nicht für jeden die beste Wahl.
Ein Liveaboard lohnt sich eher nicht, wenn:
Du nur sehr wenig Taucherfahrung hast Liveaboards bedeuten oft mehrere Tauchgänge pro Tag, teilweise mit Strömung und Tiefe. Wer frisch zertifiziert ist oder sich unter Wasser noch unsicher fühlt, profitiert meist mehr von gut betreuten Tagesausflügen.
Du keinen festen Tagesrhythmus magst Auf einem Liveaboard bestimmt der Tauchplan den Tag. Früh aufstehen, Briefings, Tauchgänge, Essen, kurze Pausen – und wieder von vorne. Wer gerne ausschläft, lange Strandtage liebt oder spontan entscheidet, fühlt sich auf Tagesbooten oft wohler.
Du seekrank bist oder es werden könntest Auch moderne Liveaboards sind Boote. Bei rauer See kann das anstrengend sein. Wer weiß, dass er empfindlich reagiert, sollte ehrlich mit sich sein und lieber kürzere Ausfahrten wählen.
Du nur ein oder zwei Tauchgänge machen willst
Für „mal reinschnuppern“ ist ein Liveaboard schlicht überdimensioniert. Tagesausflüge sind dafür ideal und stressfrei.
Kurz gesagt: Ein Liveaboard ist kein Muss. Es entfaltet seinen Vorteil erst dann, wenn du dich bewusst darauf einlässt.
So planst du deinen Tauchurlaub in der Andamanensee richtig
Gutes Tauchen beginnt lange vor dem ersten Sprung ins Wasser. Mit ein paar Basics wird dein Tauchurlaub entspannter, sicherer und oft sogar günstiger.
1. Ehrlich einschätzen, was du kannst Nicht jeder Tauchplatz passt zu jedem Taucher. Erfahrung, Luftverbrauch, Strömungserfahrung – all das spielt eine Rolle. Wer realistisch plant, hat bessere Tauchgänge.
2. Nicht alles auf einmal wollen Die Andamanensee ist groß. Lieber weniger Spots, dafür in Ruhe, als jeden zweiten Tag woanders sein. Qualität schlägt Quantität.
3. Tagesausflüge und Liveaboard kombinieren Eine sehr bewährte Variante ist: erst ein paar Tagesausflüge zum Ankommen, danach eine Tauchsafari – oder umgekehrt. So nutzt du beide Welten optimal.
4. Puffer einbauen Wetter, See und Logistik sind nie zu hundert Prozent planbar. Ein freier Tag im Plan nimmt Druck raus und rettet manchmal Wunschspots.
5. Genug Zeit vor dem Rückflug einplanen Nach dem letzten Tauchgang ausreichend No Fly Zeit lassen. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht.
Wer diese Punkte berücksichtigt, hat nicht nur bessere Tauchgänge, sondern kommt auch mit dem guten Gefühl zurück, alles richtig gemacht zu haben.
Kleines Geheimnis: Wir lassen uns bei manchen Artikeln von moderner KI inspirieren – aber jede Zeile geht nochmal durch unsere Hände, bevor sie hier erscheint.






Kommentare