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Geologie Teil 1: Wie Khao Sok, die Similan- und Surin Inseln entstanden sind

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Wenn Steine Geschichten erzählen


Stell dir vor, die Felsen und Inseln vor Khao Lak könnten reden. Wahrscheinlich würden sie nicht mit „Hallo“ anfangen, sondern mit einem tiefen Grollen, das Millionen Jahre Erdgeschichte in sich trägt. Manche würden Geschichten von Feuer und Lava erzählen und andere von Wasser, das sie formte. ☺️

Klingt ein bisschen nach Science-Fiction? Ist es auch – aber es bildet die echte Geschichte unserer Erde und von diesem Fleck hier ab. Genau hier, rund um Khao Lak, kannst du diese Geschichte besonders gut lesen: in den Granitinseln der Similans, den Kalksteinriesen im Khao Sok Nationalpark und den Korallenfundamenten der Surin-Inseln.

Heute schauen wir uns diese Kapitel der Naturgeschichte an – die Flora und Fauna, die sich später dazugesellt haben, gibt’s dann im 2. Teil für dich.


Künstlerische Darstellung eines Flugsauriers über einer tropischen Flusslandschaft mit dichtem Regenwald und markanten Kalksteinfelsen.
So könnte die Landschaft der Phang-Nga-Region vor Millionen von Jahren ausgesehen haben – mit Flugsauriern über tropischen Flüssen und dichtem Regenwald.

Die Similan Inseln - Granit aus der Urzeit

Die Similan-Inseln (zur Tourbeschreibung) bestehen aus uralten Granitfelsen (Granitoide), die über Millionen Jahre durch tektonische Bewegungen emporgehoben wurden. Stell dir das Ganze wie riesige Bauklötze der Natur vor, die Wind, Wetter und Wellen seit Jahrmillionen abschleifen.


  • Länge der 9 Inseln: ca. 24 km

  • Breite: bis zu 7 km

  • Höchste Erhebung: ca. 244 Meter


Wenn du mit dem Boot auf die Inseln zufährst, ragen die einzelnen Felsen wie Elefantenrücken aus dem Meer – so bizarr geformt, dass man fast glauben könnte, hier hat ein Künstler Hand angelegt.

Vor allem der "Sail Rock" an Insel Nummer 8 (Koh Similan) sieht so aufgesetzt aus, dass es fast unglaublich erscheint.


👉 Kleiner Ausflugstipp: Die Felsen in der „Donald Duck Bucht“ sind nicht nur ein Fotomagnet, sondern auch ein toller Schnorcheltag, vor allem frühs vor den Menschenmassen.


Koh Bon Insel - die nördlichere "Insel mit Charakter"

Ca. 20 Kilometer nördlich der Similan Inseln befindet sich Koh Bon, eine Insel, die auf den ersten Blick klein wirkt, aber geologisch alles andere als unscheinbar ist.


  • Länge: 1,5 km

  • Breite: 500 m

  • Höchste Erhebung: ca. 80 m


Auch hier gilt: Vulkanische Aktivität hat das Fundament gelegt, Erosion den Feinschliff übernommen. Koh Bon besteht aus Basalt und nicht aus Granit. Umgeben von tiefblauem Wasser und mit etwas Glück triffst du hier auf Mantarochen oder Walhaie (mit noch mehr Glück). 🍀


Koh Tachai - die „Malediven Thailands“

Koh Tachai – allein der Name klingt schon geheimnisvoll. Mit ihren langen, strahlend weißen Stränden hat sie sich zu Recht den Beinamen „Malediven Thailands“ verdient.


  • Länge: ca. 12 km

  • Breite: 2,5 km

  • Höchste Erhebung: ca. 250 m


Das Fundament aus Granit erzählt auch hier von uralten Kräften. Wer hier ist, spürt, dass Land und Meer über Jahrmillionen gespielt haben – und das Ergebnis könnte schöner kaum sein.

👉 Besuch von Koh Tachai möglich? Nur per Tauchboot gestattet (Stand: 11. Juli 2026). Die Inseln selbst sind für Passagiere und Schnorchler leider im Moment gesperrt. Melde dich gerne wenn du weitere Fragen hast, um bei einer geführten Tauchsafari in die Nähe dieser Insel zu kommen. Kleiner Tipp: Frag mich am Besten bei Interesse an - ab und zu ändern die lokalen Behörden die Regeln schneller als man denkt. Vielleicht öffnen sie bald wieder.


Die Surin Inseln - Granitfelsen treffen auf Korallenriffe

Die Surin Inseln, nördlich von Koh Tachai und nicht mehr so weit weg von Myanmar, sind nicht nur landschaftlich ein Schatz. Sie sind auch geologisch spannend.


  • Länge: ca. 15 km

  • Breite: 8 km

  • Höchste Erhebung: ca. 346 m


Hier treffen wieder uralte Granitfelsen auf Millionen Jahre alte Korallenablagerungen – eine Kombination, die wie zwei Kapitel aus derselben Geschichte wirken. Die eine Hälfte wurde unter der Wasseroberfläche geschrieben, die andere direkt darüber.

Die Surin Inseln (zur Tourbeschreibung) bieten meiner Meinung nach das beste Schnorchelerlebnis der gesamten Region.

Tipp: Jetzt auch als Übernachtungstour im Zelt verfügbar.


Khao Sok Nationalpark - Kathedralen aus imposanten Karstbergen


Wer nach Khao Lak reist und nur die Strände sieht, hat nur die halbe Geschichte erlebt. Denn das Hinterland wird von einer gewaltigen Karst Bergkette (Karst topographia) geprägt, die sich von Phang Nga bis Surat Thani und weit darüber hinaus zieht.


  • Ausdehnung: 739 km² (der Nationalpark, die Bergkette selbst reicht noch viel weiter)

  • Höchste Erhebung: 960 m


Diese Kalksteinformationen sind Überreste eines uralten Korallenriffs, das vor über 250 Millionen Jahren entstand. Heute ragen die Berge steil und schroff empor, wie Kathedralen aus Stein – eine Skyline der Natur und einer der beeindruckendsten Nationalparks in Thailand.


Wettereinfluss – die Karstberge als "Klima-Regisseure"


Die Karstberge haben nicht nur optischen Wert, sie sind auch echte Klima-Baumeister. Die feuchten Monsunwolken vom Andamanischen Meer stauen sich an den schroffen Wänden, regnen ab und versorgen die Region mit einer fast tropischen Feuchtigkeit. Ohne diese „Wettersperre“ wäre Khao Sok nicht das, was es ist: einer der grünsten Flecken Thailands.


Cheow Lan See: ein Stausee wie aus Jurassic Park oder Avatar


Mitten in dieser Landschaft liegt der Cheow Lan Stausee, angelegt in den 1980er-Jahren. Und auch wenn er technisch gesehen ein künstliches Gewässer ist – landschaftlich wirkt er fast wie natürlich eingebettet.


  • Fläche: ca. 165 km²

  • Länge: bis 20 km

  • Tiefe: bis 90 m


Die bizarr aus dem Wasser ragenden Kalksteinspitzen erinnern an Szenen aus einem Dinosaurierfilm. Kein Wunder, dass Besucher oft das Gefühl haben, gleich könnte ein Flugsaurier über den See gleiten.


👉 Mein Tipp: Eine Übernachtung in den schwimmenden Bungalows (Übernachtausflug Stausee) dort ist mehr als nur eine Nacht – es ist ein Erlebnis, das dich in der Geschichte zurückkatapultieren kann.


💡 Mein persönlicher Tipp


Ich finde es jedes Mal faszinierend, dass wir bei unseren Ausflügen eigentlich mitten durch Millionen Jahre Erdgeschichte fahren. Früher habe ich die Landschaft einfach nur schön gefunden. Heute schaue ich auf die riesigen Granitfelsen der Similan Inseln oder die steilen Kalksteinberge im Khao Sok Nationalpark und denke mir: Wahnsinn, wie alt das alles eigentlich ist. Wenn man das einmal weiß, erlebt man die Region noch einmal mit ganz anderen Augen.


Häufig gestellte Fragen zum Thema Geologie rund um Khao Lak (FAQs)


Warum sehen die Similan Inseln so anders aus als die Karstberge im Khao Sok Nationalpark?

Die Similan Inseln bestehen überwiegend aus uraltem Granit, während Khao Sok aus Kalkstein aufgebaut ist. Deshalb wirken die Similan Felsen rund und glatt, die Karstberge dagegen steil und schroff.


Sind die Kalksteinfelsen im Khao Sok Nationalpark wirklich ehemalige Korallenriffe?

Ja. Vor vielen Millionen Jahren lag hier ein tropisches Meer. Aus Korallen und Meerestieren entstanden mächtige Kalkablagerungen, die später durch tektonische Kräfte angehoben wurden.


Gab es in dieser Region früher Vulkane?

Ja. Vor allem Inseln wie Koh Bon haben einen vulkanischen Ursprung und bestehen überwiegend aus Basalt. Die bekannten Similan-Inseln hingegen bestehen größtenteils aus Granit und sind nicht vulkanischen Ursprungs.


Warum ist das Wasser rund um die Similan- und Surin Inseln oft so klar?

Die Inseln liegen weit draußen im Andamanischen Meer. Dort gibt es keine Flüsse oder Sedimente, sodass das Wasser häufig eine Sichtweite von über 20 - 30 Metern erreichen kann.


Warum regnet es im Khao Sok Nationalpark oft häufiger als an der Küste?

Die feuchten Monsunwolken treffen auf die hohen Karstberge, steigen auf und regnen sich dort ab. Dadurch gehört Khao Sok zu den regenreichsten Regionen Thailands.


Kann man Koh Tachai aktuell besuchen?

Der Strand und die Insel sind derzeit für normale Besucher gesperrt. Tauchsafaris dürfen das Gebiet aber anfahren. Die Regelungen ändern sich jedoch gelegentlich, deshalb lohnt es sich, vor einer Reise nach dem aktuellen Stand zu fragen.


Ist der Cheow Lan See natürlich entstanden?

Nein. Es handelt sich um einen künstlich angelegten Stausee aus den 1980er-Jahren. Die spektakulären Kalksteinberge waren jedoch schon lange vorher vorhanden und prägen bis heute die Landschaft.


Fazit – Urlaub in geologischen Superlativen


Von Granitinseln im Meer bis zu Kalksteinkathedralen im Regenwald: Die Gegend rund um Khao Lak ist ein einziges geologisches Abenteuer. Wer genauer hinschaut, erkennt in jeder Insel, jedem Felsen und jedem Berg ein Kapitel einer Millionen Jahre langen Geschichte.

Und weil eine Geschichte selten allein kommt: Am 15. September 2025 schauen wir uns im zweiten Teil dieser Blogserie die Flora und Fauna an, die in dieser uralten Kulisse gedeiht – von winzigen Pflanzenwundern bis hin zu echten Urzeit-Giganten.


👉 Wenn du Lust hast, dich schon jetzt auf die Spuren dieser Naturwunder zu machen, wirf doch einen Blick auf unsere Touren (unsere Tourenseite) – wir bringen dich mitten hinein in diese Landschaft. Kleines Geheimnis: Wir lassen uns bei manchen Artikeln von moderner KI inspirieren – aber jede Zeile geht nochmal durch unsere Hände, bevor sie hier erscheint.

Titelbild erstellt mit Hilfe von KI-Software.

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