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Khao Laks verborgene Schätze – Teil 1 von 3

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Der Norden: Von Takua Pa bis zu den einsamen Inseln der Andamanensee


Die meisten Urlauber kennen Khao Lak vor allem wegen seiner traumhaften Strände. Doch nur wenige entdecken, welche faszinierenden Orte sich nördlich, südlich und im Hinterland verbergen.

In dieser dreiteiligen Serie nehmen wir euch zu unseren persönlichen Highlights mit – von historischen Altstädten über kleine Fischerdörfer und einsame Inseln bis hin zu beeindruckenden Nationalparks.

In diesem ersten Teil erkunden wir den Norden der Region – von Takua Pa bis zu nahezu unberührten Inseln wie Koh Phra Thong.


👉 Teil 2 führt euch in den Süden rund um Khao Lak bis kurz vor Phuket.

👉 Teil 3 entführt euch dann ins Hinterland mit Nationalparks, Seen und einigen der schönsten Regionen Südthailands bis nach Krabi und Surat Thani.


Das Koh Kam Archipel – auf den Spuren fast vergessener Inseln


Luftaufnahme der geschwungenen Bucht von Koh Kam Tok im Koh-Kam-Archipel
Die markant geschwungene Bucht von Koh Kam Tok im Laem Son Nationalpark in der Provinz Ranong.

Weit nördlich von Khao Lak, bereits in der Provinz Ranong, liegt eine Inselgruppe, die selbst viele langjährige Thailandurlauber kaum kennen: das Koh Kam Archipel im Laem Son Nationalpark.

Helle Sandstrände, bewaldete Inseln und für die Region oft sehr klares Wasser in Küstennähe prägen diesen abgelegenen Teil der Andamanensee. Im Gegensatz zu den bekannten Similan oder Surin Inseln taucht Koh Kam bislang nur selten in deutschsprachigen Reiseführern auf. Gerade das macht die Inselgruppe interessant für alle, die Thailand abseits der klassischen Ausflugsziele entdecken möchten.

Zum Archipel gehören mehrere kleine Inseln, darunter Koh Kam Tok mit seiner auffällig geschwungenen Bucht, Koh Khang Khao sowie Koh Yipun – die sogenannte Japanese Island.


Japanese Island – eine kleine Insel mit ungewöhnlicher Geschichte

Der Name Koh Yipun bedeutet übersetzt tatsächlich „Japanische Insel“. Einer überlieferten Erklärung zufolge nutzten japanische Soldaten die Insel während des Zweiten Weltkriegs, um dort Lebensmittel zuzubereiten und Versorgungsgüter für ihre Truppen bereitzustellen.

Daneben existiert noch eine zweite Erklärung: Später sollen Japaner auf der Insel Perlen gezüchtet haben. Auch dies könnte dazu beigetragen haben, dass die Einheimischen sie bis heute Japanese Island nennen.

Große militärische Ruinen oder eine spektakuläre Ausgrabungsstätte sollte man hier nicht erwarten. Dennoch verleiht diese kaum bekannte Geschichte der kleinen, dicht bewachsenen Insel etwas Geheimnisvolles – ein Ort, an dem du Natur und Vergangenheit auf besondere Weise begegnen kannst.


Der Aussichtspunkt auf Koh Kam Tok

Wer Koh Kam Tok nicht nur vom Strand aus erleben möchte, kann zu Fuß zu einem kleinen, aber steilen Aussichtspunkt oberhalb der Bucht gehen. Der Weg ist nicht lang, führt aber bergauf durch die tropische Vegetation. Von oben öffnet sich der Blick auf die auffällig geschwungene Bucht, die vorgelagerten Inseln und das Wasser des Koh Kam Archipels.

Ich war selbst schon dort – gerade dieser Blick von oben gehört für mich zu den Highlights der Insel.


🔎 Aktueller Hinweis

Momentan ist mir leider kein zuverlässiger Anbieter bekannt, der regelmäßig Ausflüge von Khao Lak zum Koh Kam Archipel anbietet – und ich habe bereits an verschiedenen Stellen nachgefragt.

Wir arbeiten aber daran, passende Kontakte aufzubauen. Vielleicht ergibt sich zukünftig die Möglichkeit, einen solchen Ausflug mit einem privaten Longtail- oder Speedboot zu organisieren.

Falls jemand von euch bereits einen guten Anbieter kennt oder selbst Erfahrungen mit einer Tour nach Koh Kam gesammelt hat, freue ich mich sehr über eine Nachricht. Auch ich kann nicht alles wissen – manchmal hilft das gemeinsame Wissen am besten weiter.


Si Phang Nga Nationalpark – Regenwald und der mächtige Tam Nang Wasserfall


Nach den einsamen Inseln der Andamanensee führt unsere Entdeckungsreise zurück auf das Festland etwas tiefer hinein in den Regenwald. Ca. 25 Kilometer nördlich von Takua Pa liegt der Si Phang Nga Nationalpark – ein ursprüngliches, dicht bewaldetes Schutzgebiet, das bei vielen Khao Lak Urlaubern noch immer kaum bekannt ist.

Das eindrucksvollste Ziel im Nationalpark ist für mich der Tam Nang Wasserfall. Für mich ist er einer der imposantesten Wasserfälle in der gesamten Region rund um Khao Lak. Besonders während der Nebensaison und nach ausgiebigen Regenfällen stürzen hier gewaltige Wassermassen über die Felsen in die Tiefe. Wenn der Zugang geöffnet und sicher ist, gehört der Wasserfall für Naturfreunde in dieser Jahreszeit beinahe zum Pflichtprogramm.


Tam-Nang-Wasserfall im tropischen Regenwald des Si Phang Nga Nationalparks
Der mächtige Tam Nang Wasserfall im Si Phang Nga Nationalpark nördlich von Khao Lak.

Vom Parkplatz führt ein ungefähr 20-minütiger Fußweg über einen befestigten Weg durch den Regenwald bis zum Wasserfall. Der Weg ist grundsätzlich gut zu bewältigen, kann bei feuchtem Wetter aber leicht matschig werden. Rutschfeste Schuhe sind deshalb vor allem in der Regenzeit empfehlenswert. Gut geeignet sind beispielsweise leichte Beachwalker oder Wasserschuhe mit einer festen, griffigen Sohle.

Am Fuß des Wasserfalls kannst du dich im kühlen Wasser erfrischen. Kleine Fische kommen dabei manchmal erstaunlich nahe und knabbern vorsichtig an der Hornhaut der Füße – eine kostenlose kleine „Fischpediküre“ mitten im Regenwald.


Mein persönlicher Tipp zur Anfahrt

Bei meinem letzten Besuch war der Zufahrtsweg stellenweise ziemlich uneben – mit unserem normalen Auto sind wir damals sogar kurz aufgesessen. Je nach Wetter und aktuellem Zustand der Strecke ist ein Fahrzeug mit etwas mehr Bodenfreiheit daher von Vorteil. Ein Pick-up ist nicht grundsätzlich vorgeschrieben, macht die Anfahrt aber entspannter.

Für den Nationalpark wird eine Eintrittsgebühr erhoben. Da sich Eintrittspreise, Zufahrtsbedingungen und mögliche wetterbedingte Sperrungen ändern können, empfehle ich, den aktuellen Stand vor der Fahrt noch einmal zu prüfen.


Kuraburi – Fischerdorf und Tor zu den Surin Inseln


Noch weiter nördlich befindet sich Kuraburi, eine kleine, weitgehend vom lokalen Leben geprägte Ortschaft. Die Region lebt bis heute stark vom Fischfang, von der Landwirtschaft und vom Verkehr zu den vorgelagerten Inseln. Mit dem touristischen Khao Lak hat Kuraburi nur wenig gemeinsam – und gerade deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf diesen Teil der Provinz Phang Nga.

Bekannt ist Kuraburi vor allem als Ausgangspunkt für Fahrten zu den Surin Inseln. Vom nahe gelegenen Pier ist der Weg über das Meer etwas kürzer als von den südlichen gelegenen Häfen wie Taplamu oder Ban Nam Khem. Neben Tagestouren sind während der geöffneten Saison auch mehrtägige Aufenthalte mit Übernachtung im Nationalpark möglich.

Wer die Surin Inseln nicht nur für wenige Stunden erleben möchte, kann dort eine Nacht bleiben und die besondere Stimmung genießen, wenn die meisten Tagesgäste bereits wieder auf dem Rückweg zum Festland sind.

Erfahre hier mehr über unsere Surin Übernachttour.


Exkurs: Die Moken – ein Leben mit dem Meer


Die Surin Inseln sind nicht nur für ihre Korallenriffe bekannt. Sie sind auch Heimat einer Moken Gemeinschaft, deren Geschichte eng mit der nördlichen Andamanensee verknüpft ist.

Die Moken sind ein eigenständiges Seenomadenvolk, das seit etlichen Generationen in der nördlichen Andamanensee zwischen Thailand und Myanmar lebt. Traditionell verbrachten die Familien einen großen Teil des Jahres auf einfachen Holzbooten, den sogenannten Kabang. Sie fischten, sammelten Muscheln und Seegurken und verfügten über ein außergewöhnlich umfangreiches Wissen über Strömungen, Gezeiten und das Leben im Meer.

Heute wohnen sie dauerhaft in Siedlungen. Staatliche Grenzen, Nationalparkbestimmungen, moderne Fischerei und gesellschaftliche Veränderungen haben ihre ehemals nomadische Lebensweise stark verändert. Deshalb sollten die Moken auch nicht wie eine touristische Sehenswürdigkeit dargestellt werden. Wer ihr Dorf auf den Surin Inseln besucht, sollte sich als Teil ihrer Gemeinschaft sehen.


Traditionelles Moken-Dorf am türkisfarbenen Meer der Surin-Inseln
Das Dorf der Moken auf den Surin Inseln, umgeben von tropischem Regenwald und dem klaren Wasser der Andamanensee.

Können Moken unter Wasser besser sehen?

Immer wieder höre ich, die Augen der Moken hätten sich im Laufe der Generationen an das Leben im Meer angepasst. Ganz so einfach ist es nicht – hinter der Geschichte steckt dennoch etwas Erstaunliches.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass Moken-Kinder unter Wasser mehr als doppelt so scharf sehen konnten wie untrainierte europäische Kinder. Dafür verengten sie ihre Pupillen besonders stark und veränderten gleichzeitig die Form beziehungsweise Brechkraft ihrer Augenlinsen.

Wahrscheinlich handelt es sich weniger um eine angeborene körperliche Veränderung als um eine früh erlernte Fähigkeit. In späteren Versuchen konnten auch europäische Kinder ihre Sicht unter Wasser durch Training deutlich verbessern. Die enge Beziehung der Moken zum Meer hat somit tatsächlich eine außergewöhnliche Fähigkeit hervorgebracht – nur etwas anders, als es manche Legenden erzählen. 😊


Koh Phra Thong – Savannen, einsame Strände und eine Überraschung unter Wasser


Nördlich von Koh Kho Khao und südlich von Koh Ra liegt eine Insel, die so gar nicht dem klassischen Bild einer thailändischen Tropeninsel entspricht: die Rede ist von Koh Phra Thong.

Im Inneren der weitgehend flachen Insel findest du offene Graslandschaften mit einzeln stehenden Bäumen. Je nach Jahreszeit leuchten diese Flächen sattgrün oder erinnern mit ihren goldenen und braunen Farbtönen beinahe an eine afrikanische Savanne. Dazu kommen lange, einsame Strände, Mangrovenwälder und natürlich kleine Fischerdörfer. Große Hotelanlagen und lebhafte Einkaufsstraßen suchst du hier vergeblich.

Einige kleine Eco Resorts und naturnahe Unterkünfte ermöglichen es, mehrere Tage auf Koh Phra Thong zu verbringen. Der eigentliche Luxus besteht dabei weniger aus großen Pools oder Unterhaltungsprogrammen, sondern aus Ruhe, viel Platz und dem Gefühl, einen noch sehr ursprünglichen Teil der Andamanensee erleben zu können.


Eine persönliche Überraschung unter Wasser

Auf Koh Phra Thong selbst war ich bisher noch nicht. Das flache Gewässer zwischen der Insel und dem Festland durfte ich jedoch bereits unter Wasser kennenlernen – und was ich dort gesehen habe, hat mich selbst mit meiner langjährigen Erfahrung als Tauchlehrer überrascht.

In einem Gebiet, in dem ich eine solche Unterwasserwelt niemals erwartet hätte, standen erstaunlich große und intakte Tischkorallen. Darunter schwammen Süßlippen sowie zahlreiche weitere Rifffische. Für einen Moment hatte ich echt das Gefühl, ein kleines, nahezu unbekanntes Unterwasserparadies entdeckt zu haben.

Aufgrund der geringen Wassertiefe lassen sich einige Bereiche vor allem bei ausreichend hohem Wasserstand erkunden. Strömung, Sicht und Wasserstand verändern sich jedoch mit den Gezeiten. Wer dort schnorcheln oder tauchen möchte, sollte deshalb nicht auf eigene Faust losziehen, sondern die Bedingungen mit einem ortskundigen Bootsführer abstimmen.

Diese Verbindung aus Savannenlandschaft, Mangroven, einsamen Stränden und Korallenriffen macht Koh Phra Thong für mich zu einem der spannendsten verborgenen Schätze nördlich von Khao Lak.


Luftaufnahme der Savannen- und Mangrovenlandschaft auf Koh Phra Thong
Die außergewöhnliche Savannenlandschaft von Koh Phra Thong mit Mangroven, Wasserläufen und Bergen am Horizont.

Koh Kho Khao – in ca. 10 Minuten mit der Fähre von Ban Nam Khem


Nur eine kurze Bootsfahrt von Ban Nam Khem entfernt liegt Koh Kho Khao. Die Insel ist wesentlich leichter als Koh Phra Thong zu erreichen und eignet sich deshalb auch für einen spontanen Tagesausflug oder einige ruhige Urlaubstage sehr gut.

Eine kleine lokale Fähre beziehungsweise ein Shuttleboot verbindet Ban Nam Khem mit der Insel. Auf Koh Kho Khao erwarten Besucher lange Strände, wenig Verkehr und eine typische entspannte Atmosphäre. Kleinere Resorts und Restaurants verteilen sich über die Insel, insgesamt ist es hier viel ruhiger als in den touristischen Zentren Khao Laks.

Koh Kho Khao ist kein Ort mit einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten. Der Reiz liegt eher an fast leeren Stränden und einem "Slow Life".


Ban Nam Khem – Fischerdorf, Hafen und Ort der Erinnerung


Zurück auf dem Festland führt unser Weg jetzt nach Ban Nam Khem. Das Fischerdorf wurde besonders schwer vom Tsunami getroffen. Bis heute erinnern 2 unterschiedliche Orte an die Katastrophe und an die Menschen, die dabei ihr Leben verloren.

Direkt an der Küste findest du den Ban Nam Khem Tsunami Memorial Park. Im Mittelpunkt stehen eine große geschwungene Betonwand, die an die Form einer Welle erinnert, eine Gedenkwand mit den Namen zahlreicher Opfer und ein vom Tsunami mitgerissenes Fischerboot.


Fischerboot und Gedenkwand im Ban Nam Khem Tsunami Memorial Park
Ein vom Tsunami mitgerissenes Fischerboot neben der geschwungenen Gedenkwand im Ban Nam Khem Tsunami Memorial Park.

Etwas weiter entfernt befindet sich das Ban Nam Khem Tsunami Museum. Die Einheimischen nennen es teilweise auch das „Orange-Blue Boat Museum“. Zwei Fischerboote, die von den Wassermassen an Land gespült wurden, gehören zu den wichtigsten Ausstellungsstücken. Das Museum erzählt nicht nur von der Katastrophe selbst, sondern auch vom Wiederaufbau und vom Leben der Menschen.


Ausgangspunkt für Inselabenteuer

Ban Nam Khem ist gleichzeitig ein wichtiger kleiner Hafen. Von hier starten zb. die Early Bird Touren zu den Similan und Surin Inseln.


Little Amazon – eine Bootsfahrt durch den verwunschenen Banyan-Wald


Wenige Kilometer entfernt wartet eine völlig andere Landschaft auf dich. Beim sogenannten Little Amazon fährst du in einem 3er Kanu durch den Khlong Sang Ne, einen schmalen Wasserlauf unter mächtigen Banyanbäumen.

Ihre Wurzeln, Äste und Lianen bilden stellenweise ein fast geschlossenes Dach über dem Wasser. Besonders am Morgen wirkt die Fahrt mystisch und beinahe wie eine Reise durch einen kleinen vergessenen Urwald.

Mit etwas Glück kannst du Vögel, Warane, Affen und Schlangen in den Ästen entdecken. Die Tiere leben frei in der Natur, weshalb keine bestimmte Sichtung garantiert werden kann. Gerade diese Unberechenbarkeit macht die Kanufahrt meiner Meinung nach aber so besonders.


Von Zinnminen und Wasserbüffeln – die Boon Soong Eisenbrücke


Boon Soong Eisenbrücke in der grünen Landschaft bei Takua Pa
Die historische Boon Soong Iron Bridge erinnert an die Zeit des Zinnbergbaus rund um Takua Pa.

Diese alte Brücke erinnert an eine Zeit, in welcher der Zinnabbau das Leben rund um Takua Pa bestimmte. Über die Brücke wurde einst Material aus den Abbaugebieten transportiert. Heute führt sie über eine Flusslandschaft und stellt ausserdem ein beliebtes Fotomotiv dar.

Rund um die Brücke befinden sich Felder, Wassertümpel und kleine landwirtschaftlich genutzte Flächen. Mit etwas Glück siehst du hier Wasserbüffel, die im Gras stehen oder sich im schlammigen Wasser abkühlen.

Dieser Kontrast macht den Ort richtig interessant: eine alte Eisenbrücke aus der Bergbauzeit, tropische Landschaft und Wasserbüffel. Ein Stück aus lokaler Geschichte, das sich fast wie aus einem Film anfühlt. 🤩


Takua Pa – Altstadt und Aussicht vom Bangmara Hügel


Die historische Altstadt von Takua Pa gehört inzwischen zu den bekannteren Ausflugszielen nördlich von Khao Lak. Chinesisch-portugiesische Häuser, kleine Cafés, Streetart und der sonntägliche Markt erinnern an die Zeit, in der die Stadt durch den Zinnhandel zu Wohlstand kam.

Wer Takua Pa einmal aus einer anderen Perspektive erleben will, kann den noch wenig bekannten Bangmara Hügel besuchen. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über die Stadt, den Fluss und die grüne Landschaft der Umgebung.


Kopi Kuapa – Kaffee in einem über 100 Jahre alten Haus

Ein besonderer Zwischenstopp in der Altstadt ist das sogenannte Kopi Kuapa. Das Café befindet sich in einem mehr als 100 Jahre alten chinesisch-portugiesischen Wohn- und Geschäftshaus, dessen ursprünglicher Charakter weitgehend erhalten geblieben ist.

Alte Möbel, historische Fliesen und die lang gezogene Bauweise erinnern an die Zeit, als Takua Pa durch den Zinnhandel geprägt wurde. Neben Kaffee und traditionellen Getränken werden auch lokale Süßigkeiten und kleine Spezialitäten aus der Region angeboten.

Das Kopi Kuapa versteht sich ein wenig als „Wohnzimmer der Altstadt“. Für mich ist es deshalb mehr als nur ein hübsches Fotomotiv: Hier kannst du während eines Rundgangs kurz zur Ruhe kommen und gleichzeitig etwas von der Geschichte und Atmosphäre Takua Pas spüren.


Rommanee Hot Springs – heiße Quellen im grünen Hinterland von Kapong


Zum Abschluss unserer Reise durch den Norden führt ein Abstecher ins grüne Hinterland von Kapong. Dort liegen die Rommanee Hot Springs, natürliche heiße Quellen, die vor allem von einheimischen Familien besucht werden.

Das mineralhaltige Wasser wird aus unterirdischen Quellen gespeist und auf mehrere kleine Becken mit unterschiedlichen Temperaturen verteilt. Einige sind angenehm warm, andere mit etwa 40 bis 45 Grad bereits ziemlich heiß. Deshalb solltest du die Temperatur zunächst vorsichtig testen.

Die Anlage ist einfach und nicht mit einem großen Wellnessresort vergleichbar. Gerade das macht aber deshalb ihren Reiz aus: Statt luxuriöser Spa Landschaft erwartet dich ein ruhiger und lokaler Ort inmitten der Landschaft von Phang Nga.

Am angenehmsten ist ein Besuch früh am Morgen oder am späteren Nachmittag, wenn die Außentemperaturen etwas niedriger sind. Umkleiden und Duschen sind vorhanden; für den Besuch wird eine kleine Eintrittsgebühr erhoben.

Die Rommanee Hot Springs eignen sich gut als entspannter Abschluss eines Tages im nördlichen Hinterland – besonders nach einer Wanderung oder einem Besuch am Wasserfall.


Eier werden im heißen Quellwasser der Rommanee Hot Springs bei Kapong gekocht
In Körben werden Eier direkt im natürlichen heißen Quellwasser der Rommanee Hot Springs gegart.

💡 Mein persönliches Fazit


Wer den Norden rund um Khao Lak erkundet, entfernt sich schnell von den bekannten Klassikern wie den Similan Inseln oder dem James Bond Felsen. Stattdessen entdeckt ihr Fischerdörfer, fast unbekannte Inseln, Spuren des Zinnbergbaus sowie ursprüngliche Regenwaldlandschaften – und damit einen Teil Thailands, den wahrscheinlich viele Urlauber nie zu Gesicht bekommen.

Einige dieser Orte lassen sich wunderbar auf eigene Faust mit dem Mietwagen oder einem grösseren Roller erkunden. Wenn ihr über entsprechende Fahrpraxis verfügt, könnt ihr euch euren Tag ganz individuell zusammenstellen. Die Entfernungen sollte man dabei allerdings nicht unterschätzen: Alle vorgestellten Ziele lassen sich natürlich nicht an einem einzigen Tag miteinander verbinden. Gern helfe ich euch weiter.

Wer die Region lieber mit zusätzlichen Informationen kennenlernen möchte, kann bei uns auch einen privaten, deutschsprachig geführten Ausflug buchen: Eine individuelle Tour mit Fahrzeug, Fahrer und deutschsprachigem Guide ist für bis zu acht Stunden ab 7.500 Baht möglich. Eintrittsgebühren, Verpflegung und mögliche Bootsfahrten kämen je nach gewünschtem Programm hinzu.

Welche Orte sich gut miteinander kombinieren lassen, hängt von euren Interessen, der Jahreszeit und der verfügbaren Zeit ab. Schreibt mir deshalb gerne, was euch besonders interessiert – dann helfe ich euch bei der Planung einer passenden Route.

Für mich zeigt gerade der Norden, wie vielseitig die Region rund um Khao Lak wirklich ist. Wer bereit ist, die bekannten Wege für einen Tag zu verlassen, findet hier noch viele kleine Abenteuer und ein Stück ursprüngliches Thailand.


Häufig gestellte Fragen zu Khao Laks Norden (FAQs)


Kann ich den Norden rund um Khao Lak mit dem Roller erkunden?

Ja, viele Ziele auf dem Festland lassen sich gut mit Roller erreichen. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr über Fahrpraxis verfügt und euch auch auf längeren Strecken wohlfühlt. Für abgelegenere Zufahrtswege und bei wechselhaftem Wetter ist ein Mietwagen häufig die bequemere Variante.


Kann ich die vorgestellten Orte auch mit einem Mietwagen besuchen?

Ja. Takua Pa, Ban Nam Khem, Little Amazon, die Boon Soong Iron Bridge, der Si Phang Nga Nationalpark und die Rommanee Hot Springs sind grundsätzlich mit dem Mietwagen erreichbar.


Gibt es organisierte Ausflüge in den Norden?

Ja, es werden auch geführte Ausflüge in den Norden angeboten – beispielsweise in die Region um Takua Pa, Little Amazon und den Si Phang Nga Nationalpark. Nicht jeder Anbieter fährt jedoch alle in diesem Artikel genannten Orte an. Schreibt mir gerne, welche Ziele euch interessieren. Dann schaue ich nach einer passende Tour für euch.


Ist der Norden rund um Khao Lak sicher?

Ja, die Region gilt grundsätzlich als sehr sicher und die Menschen sind meist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Wie überall empfiehlt es sich, auf abgelegenen Straßen vorausschauend zu fahren und Wertgegenstände nicht offen im Fahrzeug liegen zu lassen.


Gibt es im Norden viele streunende Hunde?

Auch in den kleineren Orten und Dörfern können frei laufende Hunde unterwegs sein. Die meisten sind an Menschen und Fahrzeuge gewöhnt und verhalten sich unauffällig. Man sollte fremde Hunde dennoch nicht ungefragt anfassen oder bedrängen und mit dem Roller in ihrer Nähe etwas langsamer fahren.


Lassen sich alle vorgestellten Orte an einem Tag besuchen?

Nein, dafür sind die Entfernungen zu groß. Für Ban Nam Khem, Little Amazon und Takua Pa lässt sich beispielsweise eine schöne Tagesroute zusammenstellen. Der Si Phang Nga Nationalpark, Kapong oder die weiter nördlich gelegenen Inseln sollten besser separat eingeplant werden.

Wann ist die beste Reisezeit für Khao Laks Norden?

Die Orte auf dem Festland können grundsätzlich das ganze Jahr über interessant sein. In der Nebensaison führen die Wasserfälle besonders viel Wasser, allerdings können starke Regenfälle einzelne Wege oder Zufahrten erschweren. Für Bootsfahrten zu den weiter entfernten Inseln eignet sich normalerweise die ruhigere Hochsaison besser.


Herzliche Grüsse und bis bald zum 2. Teil dieser Serie.

Euer Stephan Werner


Kleines Geheimnis: Wir lassen uns bei manchen Artikeln von moderner KI inspirieren – aber jede Zeile geht nochmal durch unsere Hände, bevor sie hier erscheint.

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